Wer in Europa europäische Filme streamen möchte, der hat eine beinahe unüberschaubare Auswahl, wie eine aktuelle Erhebung der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle in Straßburg zeigt. So waren Ende August 41.550 europäische Filme in den EU-27 sowie weiteren 19 Mitgliedern des Europarats abrufbar - bei in Summe 367 Anbietern. Als solches sind alle Video-On-Demand-Kataloge definiert, also Mediatheken wie Streaminganbieter.

Am breitesten verfügbar ist dabei Tom Hoopers Musicalverfilmung "Les Miserables" mit 157 möglichen Abrufangeboten, gefolgt von Richard Lesters "Superman II" (147) und Luc Bessons "Lucy" (140). Auf Platz 1 der Regisseure, deren Werke sich am häufigsten in den Katalogen finden, schafft es Luc Besson ("Das fünfte Element"), gefolgt von den Briten David Yates ("Harry Potter") und Danny Boyle ("Slumdog Millionaire"). Ein österreichischer Filmemacher findet sich nicht unter den ersten 20.

Überraschend fällt dabei der Blick auf die Spitze der Regisseure aus, wenn man nicht nach allgemeiner Präsenz, sondern nach der Zahl der abrufbaren Filme selektiert - wird die Liste hier doch vom 2018 verstorbenen italienischen Genreregisseur Carlo Vanzina ("Die Partie seines Lebens") angeführt, der mit 55 Titeln etablierte Größen wie Jean-Luc Godard (50) und ex aequo Claude Chabrol und Werner Herzog mit je 46 Werken auf die Plätze verweist. Ein Österreicher findet sich auch hier nicht unter den Top 20.

Dafür schafft es Österreich immerhin beim Blick auf die Produktionsländer mit 978 abrufbaren Titeln auf den respektablen Platz 8 der Liste. Angeführt wird diese erwartbar von Großbritannien (7.852), Frankreich (6.947) und Deutschland (5.998).(apa)