Frankreich kommt den von den neuen Corona-Maßnahmen besonders hart betroffenen Kulturbereichen mit 115 Millionen Euro zu Hilfe. 85 Millionen sollen an die darstellenden Künste gehen, darunter Theater, Oper und Tanz, und 30 Millionen Euro an die Kinobranche. Die in mehreren Städten und Regionen geltende nächtliche Ausgangssperre ab 21 Uhr habe schwerwiegende Folgen für die Aufrechterhaltung dieser Aktivitäten, sagte Kulturministerin Roselyne Bachelot.

Man hoffe, die Programme der Schauspielhäuser damit zu retten und die Schließung von Kinosälen zu verhindern, erklärte die Politikerin nach der Ankündigung des französischen Premierministers Jean Castex am Donnerstagabend, die nächtliche Ausgangssperre auf 38 neue Departements auszuweiten.

Wegen der nächtlichen Ausgangssperre können viele Veranstaltungen nicht mehr stattfinden. Laut Bachelot machen die Kinovorstellungen um 20 Uhr und um 22 Uhr die Hälfte des Umsatzes der Kinos aus.

Im Kampf gegen die steigenden Corona-Neuinfektionen gilt in vielen Teilen Frankreichs seit vergangenen Samstag eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens.

Frankreichs Kinobranche hatte vor wenigen Tagen vergeblich eine Lockerung der Corona-Ausgangssperre gefordert, um zumindest den Zuschauern, die vor Beginn der Ausgangssperre ins Kino gingen, noch die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen. (apa/dpa)