Der Deutsche Filmpreis soll im nächsten Jahr nicht wie gewohnt im Frühjahr, sondern erst im Herbst verliehen werden. Die Deutsche Filmakademie begründet die Verschiebung mit den Auswirkungen der Pandemie. "Die Kinos mussten erneut schließen, Filmstarts verschoben und Produktionen unterbrochen werden", teilte Akademiepräsident Ulrich Matthes am Mittwoch mit.

Sie wollten mit der Verlegung auf den 1. Oktober mehr Flexibilität für Verleiher und Produzenten schaffen "und natürlich hoffen wir auf Fortschritte in der Wissenschaft", sagte Matthes laut Mitteilung.

Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste nationale Auszeichnung in der Branche. Die rund 2000 Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmen über viele Gewinner ab. Die Preise sind mit insgesamt rund drei Millionen Euro für neue Projekte dotiert, das Geld kommt aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

Filmproduzent Nico Hofmann soll die künstlerische Gestaltung der nächsten Verleihung übernehmen. In diesem Jahr waren die Lolas in einer TV-Sendung verliehen worden - die eigentlich in Berlin geplante Gala fiel wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aus. Das Drama "Systemsprenger" gewann gleich acht Auszeichnungen, darunter die Goldene Lola für den besten Spielfilm. (apa/dpa)