Der schwedische Schauspieler Sven Wollter ist am Dienstag im Alter von 86 Jahren gestorben. Der in Göteborg geborene Darsteller, der im deutschsprachigen Raum vor allem als Kommissar Van Veeteren aus mehreren Verfilmungen der Romane des Schriftstellers Hakan Nesser bekannt war, war zuletzt nach einer Stockholm-Reise an Covid-19 erkrankt.

Wollter, am 11. Jänner 1934 in Göteborg geboren, war aufgrund der TV-Serie "Die Leute von Hemsö" (1966) in Schweden bereits ein bekannter Schauspieler, ehe er 1986 seinen internationalen Durchbruch in der Rolle des Victor in Andrei Tarkowskis Film "Opfer" (1986) hatte. Deutsche Fernsehzuschauer kennen ihn als Kommissar Van Veeteren in den Verfilmungen der Kriminalromane des schwedischen Schriftstellers Håkan Nesser. Wollter spielte auch in Hollywoodfilmen wie "Der 13. Krieger", in dem er einen Häuptling der Wikinger verkörperte.

Wollter engagierte sich politisch als Mitglied der Kommunistischen Partei Schwedens. Sein "Tent Project", ein Musiktheater über die schwedische Arbeiterklasse, tourte 1977 in ganz Schweden. 2018 erhielt Wollter den Leninorden für seine politische Kulturarbeit. (apa/red)