Weihnachtsfilme gibt es viele, doch die allermeiste Neuware eifert mäßig erfolgreich den Klassikern des Genres nach; ein Blick auf Netflix reicht, um zu sehen: Ein bisschen Jingle Bells, Fanfaren und Kitschbeleuchtung reichen nicht aus, um nachhaltig unterhalten zu werden. Bei Disney ist der Anspruch ein anderer: Dort ist man dem eigenen Namen als Qualitätsgarant verpflichtet. Und so ist "Die gute Fee", die neue Disney-Weihnachtskomödie (zu sehen auf Disney+), vor allem in der gestalterischen Opulenz ganz auf der Höhe der Zeit und wäre eines Kinoeinsatzes würdig. Die Story hingegen ist lieb, aber vorhersehbar: Die Akademie für gute Feen soll geschlossen werden, weil Feen keiner mehr braucht. Die Feen-Schülerinnen sollen zu Zahnfeen umgeschult werden. Das will die angehende, recht ungeschickte Fee Eleanor (Jillian Bell) abwenden: Sie büchst in die reale Welt aus und will dort die Träume eines kleinen Mädchens erfüllen. Das Mädchen ist aber inzwischen erwachsen und selbst zweifache Mutter. Allerlei Slapstick und herzerwärmende Szenen später wird natürlich alles gut.

"Bridget Jones"-Regisseurin Sharon Maguire inszeniert die naive Fee rührend nach allen Regeln der Dramakunst. Disneys Weihnachtskomödie ist - trotz aller Vorhersehbarkeit - nett und gefahrlos lustig.