Die Nachhaltigkeit hält nun auch in der Filmförderung Einzug. Ab kommendem Jahr soll "Green Filming" zum Standard bei Förderungen durch das Österreichische Filminstitut (ÖFI) und das Kulturministerium werden. Man orientiert sich dabei an den Kriterien des seit 2017 existierenden Österreichischen Umweltzeichens "Green Producing in Film und Fernsehen", gaben die Beteiligten bekannt. Konkret geht es um Themenbereiche wie Energie, Transport oder Abfall.

Mehrkosten, die durch eine Berücksichtigung der neuen Qualitätsstandards anfielen, sollen förderfähig sein. "Für mich ist Kulturpolitik auch Klimaschutzpolitik", zeigte sich Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) zufrieden. Auch ÖFI-Direktor Roland Teichmann konstatierte: "Mit den neuen Bestimmungen in unseren Förderrichtlinien setzen wir hier erstmals ein klares Zeichen und unterstützen die Branche auch aktiv beim Know-how-Transfer für nachhaltiges Produzieren."

"Motor für Fortschritt"

Auch der neue Obmann der Filmwirtschaft in der Wirtschaftskammer, Alexander Dumreicher-Ivanceanu, signalisierte in einer Aussendung Zustimmung: "Gerade die Filmwirtschaft ist einer der umweltfreundlichen Motoren, um Fortschritte und Innovationen zu erzielen, die sich die Filmförderung auf Bundesebene vorgenommen hat." Zugleich erhob Dumreicher-Ivanceanu die Forderung nach einer Produktionsprämie für Filme mit Green-Producing-Bonus: "Diese Produktionsprämie wäre mit dem Öko-Bonus Europas erstes Anreizmodell, das grünes Produzieren in den Vordergrund stellt." (apa)