Was wirklich gut gelingt in dieser Amazon-Produktion, das ist das Gefühl, das man gehabt haben muss, wenn man im New York des Jahres 1957 ein Schallplattengeschäft betreten hat. Denn dieser Laden ist Dreh- und Angelpunkt für die Annäherung der Protagonisten von "Sylvie’s Love": Sylvie (Tessa Thompson), die von einer Karriere im Fernsehen träumt, verbringt ihre Sommertage damit, im Plattenladen ihres Vaters auszuhelfen, während sie auf die Rückkehr ihres Freundes aus dem Koreakrieg wartet. Der Saxophonist Robert (Nnamdi Asomugha) heuert für einen Aushilfsjob in dem Geschäft an, und die beiden entdecken aneinander schnell Gefühle, die über die Liebe zur Musik hinaus gehen. Doch am Ende des Sommers geht alles auseinander, man entwickelt sich in unterschiedliche Richtungen und Sylvies Traum von einer Karriere als TV-Produzentin geht in Erfüllung.

Der zweite Langfilm von Eugene Ashe thematisiert Lebensträume und Leidenschaft in wundervoll fotografierten Bildern. Das Publikum erlebt die Wiedergeburt des klassischen Hollywood-Melodrams der 50er Jahre, die beiden Hauptdarsteller machen einen emotional starken Eindruck mit Taschentuch-Verbrauchsgarantie.