Diego Maradona hat einen, Lionel Messi hat einen und Ronaldo auch. Jeder dieser Weltfußballer wurde bereits zum Thema eines Dokumentarfilms, und kam dadurch in den Status wirklicher Weltgeltung. Denn nur, wer im Kino verewigt ist, ist wirklich groß.

Pelé Superstar: ein Film-Denkmal für den Fußballer. - © Netflix
Pelé Superstar: ein Film-Denkmal für den Fußballer. - © Netflix

Kein Wunder also, dass der legendäre Pelé der logische Nächste im Reigen der Fußballer-Verehrungsfilme ist. Für Netflix haben die Briten David Tryhorn und Ben Nicholas ein solches Filmdokument angefertigt, das im Wesentlichen den bisherigen Dokus folgt: Chronologisch arbeitet sich das Regie-Duo durch die Karriere des dreifachen Fußballweltmeisters, spendiert dabei Pelés Kindheit und Jugend - seinen prägenden Jahren - aber kaum Zeit und Raum. Stattdessen hetzt der Film von WM zu WM, fokussiert schließlich auf die Comeback-WM 1970, und reißt die vorangegangenen Turniere bloß an.

Gespickt mit Interviews brasilianischer Weggefährten wie etwa Coutinho und tollen Fußball-Szenen ist "Pelé" zwar ganz nett anzusehen, geht aber nicht über das Niveau gängiger TV-Dokus hinaus. Schade, denn gerade die Dokus über Maradona haben gezeigt, dass man sich einem Fußballer aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln annähern kann, die auch viel über die Zeit aussagen, in der er groß geworden ist.