Zuhause eingesperrt, weil draußen die Pandemie wütet - jeder kennt das Gefühl. Und so mancher wird sich in "Love in the Time of Corona" wiederfinden, eine vierteilige Miniserie, die nun im neuen Subchannel "Star" bei Disney+ zu sehen ist. Die von Joanna Johnson entwickelte Serie wurde im Juni 2020 mittels ferngesteuerter Kameratechnik gedreht und ging schon im August in den USA on air.

Vier Paare stehen im Zentrum: James (Leslie Odom Jr) und Sade (Nicolette Robinson) sind zum ersten Mal Eltern geworden und stehen vor der Frage, wie man Isolation aushalten kann. Oscar (Tommy Dorfman) und Elle (Rainey Qualley) merken im Lockdown, dass die langjährige platonische Freundschaft so platonisch nicht ist. Paul (Gil Bellows) und Sarah (Rya Kihlstedt) sind getrennt, spielen ihrer Tochter aber pandemiebedingt Zweisamkeit vor. Nanda (L. Scott Caldwell) und ihr Charles (Charles Robinson) müssen ihren bevorstehenden 50. Hochzeitstag getrennt verbringen, weil Charles in ein Heim musste und nicht besucht werden darf.

Die Bandbreite der Probleme dieser Figuren ist heute allen bewusst. Umgesetzt ist die Serie mit einer gewissen Beiläufigkeit, was das Thema zwar greifbar macht, aber auch etwas lasch und unin-spiriert wirkt. Es soll wohl Leichtigkeit in ein Thema gebracht werden, das uns täglich mit Horrormeldungen überhäuft.