Ein Thriller voll schwarzem Humor und eine überdrehte Politiksatire auf die Vereinigten Staaten unter Donald Trump haben am Sonntag Preise für die besten Drehbücher des Jahres gewonnen. Drehbuchautorin und Regisseurin Emerald Fennell bekam für ihr Debüt "Promising Young Woman" den Writers Guild Awards (WGA) in der Kategorie bestes Originaldrehbuch. Das Team hinter Story und Drehbuch von "Borat Anschluss Moviefilm" erhielt die Auszeichnung für das beste adaptierte Drehbuch.

Mit dem Preis für das beste Buch eines Dokumentarfilms wurde "The Dissident" über den Mord am saudischen Journalisten Jamal Khashoggi ausgezeichnet. In den Serienkategorien gewannen "The Crown" - eine Netflix-Produktion über das britische Königshaus - und die warmherzige Fußballreihe "Ted Lasso" die Preise als beste Drama- und beste Comedy-Serie. Die Drehbuchautoren von "Ted Lasso" erhielten auch einen Award für die beste neue Serie, während das Schach-Drama "Das Damengambit" den Preis für das beste adaptierte Langformat und die Frauenrechts-Serie "Mrs. America" die Auszeichnung als bestes Original-Langformat bekamen.

Prognosekraft für den Oscar

"Promising Young Woman" und Sacha Baron Cohens "Borat" sind in den gleichen Sparten auch für einen Oscar am 25. April nominiert. Die Autorengilde hat andere Kriterien dafür, welche Filme wählbar sind als die Oscar-Akademie. Deshalb konnten unter anderem die drei Oscar-Favoriten "Nomadland", "The Father" und "Minari" nicht nominiert werden.

Die WGA-Awards haben eine gemischte Bilanz, was ihre Prognosekraft für den wichtigsten Filmpreis der Welt betrifft. In den vergangenen Jahren wurden häufig andere Drehbücher als bei den Oscars ausgezeichnet. 2020 gewannen zwar bei beiden Verleihungen mit "Parasite" und "Jojo Rabbit" dieselben Filme. 2019 siegten bei den WGA-Awards aber "Eighth Grade" und "Can You Ever Forgive Me", während bei den Oscars "BlacKkKlansman" und "The Green Book - Eine besondere Freundschaft" abräumten. (apa/dpa)