Der Verband hinter den Golden Globes, die Hollywood Foreign Press Association HFPA, will nach Kritik an den Film- und Fernsehpreisen für mehr Diversität in den eigenen Reihen sorgen. Am Montag wurde in einem Schreiben an die Mitglieder vorgeschlagen, unter anderem einen Chief Diversity Officer zu installieren und verstärkt schwarze Journalisten aufzunehmen. Der Zusammenschluss von ausländischen Filmjournalisten hat aktuell 87 Mitglieder.

Im laufenden Jahr sollen demnach zumindest 20 neue Mitglieder in die HFPA aufgenommen werden, weiters will man in den nächsten eineinhalb Jahren einen Zuwachs von 50 Prozent erzielen. Diese Veränderungen müssen von den derzeitigen Mitgliedern abgesegnet werden und sollen beim nächsten Treffen der HFPA diskutiert werden, hieß es. "Wir haben einen Fahrplan für die transformative Veränderung unserer Organisation erstellt", wurde das HFPA-Komitee zitiert.

Dieser Schritt kommt insofern nicht überraschend, als am Rande der heurigen Verleihung der Golden Globes die "Los Angeles Times" mit einem Bericht für Aufsehen sorgte, wonach die HFPA kein einziges schwarzes Mitglied habe. Außerdem sollen die Filmstudios mit angeblichen Luxus-Einladungen zu Drehbesuchen die Abstimmung und damit die Preisvergabe beeinflusst haben. (apa)