Das internationale Filmfestival Mountainfilm Graz 2020 ist wegen der Coronapandemie auf den Juni dieses Jahres verschoben worden. Die Reihe findet von 9. bis 12. Juni teils draußen statt - in den Schloßberg-Kasematten, aber auch im gewohnten Festivalort Congress.

Etliche Filme, bereits für 2020 eingereicht und dann aber nicht in Graz zur Aufführung gekommen, sind bereits auf www.mountainfilm.com/online/ im Stream verfügbar. In fünf Wochen gibt es mit wechselnden Themenblöcken aus den vier Kategorien (Menschen & Kulturen, Alpinismus & Expeditionen, Natur & Umwelt, Sport in Berg- und Naturräumen) bis zum Beginn des Festivals die Gelegenheit, sich von zu Hause aus in filmische Extremsituationen oder zu Tierbeobachtungen zu begeben. Bis 6. Juni biete das Festival "unserer Mountainfilm-Graz-Community die Möglichkeit, eine Film-Auswahl aus dem Wettbewerb 2020 bequem von zuhause aus online zu streamen", sagte Schauer. Erforderlich ist eine Vimeo-Registrierung, die mit der ersten Filmbuchung durchgeführt werden kann.

Zwei Abende in den Kasematten

In Bezug auf Live-Publikum werde man schauen müssen, wie sich die Situation entwickelt, sagte Schauer. Jedenfalls werde man an den ersten beiden Abenden ein Programm der besonderen Art, zwei Abende in den Kasematten am Schloßberg, haben. "Wenn man auf den Berg steigt, hat man ja schon ein gewisses Erlebnis, wir haben ja eine gewisse Nähe zu Outdoor". Im Congress – dort ist das Festival seit 1986 angesiedelt - werde es ab 10. Juni ebenfalls Programm geben. Aufgrund der Corona-Vorschriften müsse man mit mindestens 50 Prozent weniger Eintrittskarten rechnen. Der Kartenvorverkauf könne erst ab 19. Mai beginnen, man müsse da ein bisschen vorsichtig sein.

Die reguläre Festivalausgabe für das aktuelle Jahr soll im November stattfinden, dann werde es hoffentlich anders aussehen. "Wir leben ja auch vom Begegnen und Zusammentreffen, gerade die Präsenz bei einem Festival macht es aus, bei allem Respekt vor den technischen Möglichkeiten", sagt Schauer. Es werde sich zeigen, ob im Juni schon internationale Gäste kommen könnten. (apa)