US-Schauspieler Charles Grodin (86) starb am Dienstag in seinem Haus in Connecticut an Krebs, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Grodins Sohn Nicholas. Kollegen in Hollywood würdigten Grodin nicht nur für sein Lebenswerk. "Chuck war ebenso gut als Mensch wie als Schauspieler", erklärte Oscar-Preisträger Robert De Niro laut Deadline.com. Grodins Tod stimme ihn sehr traurig. De Niro beschrieb den gemeinsamen Film "Midnight Run" (1988) als "großartiges Projekt", das durch Grodins Mitarbeit "noch viel besser" geworden sei. In der Action-Komödie spielte De Niro einen Kopfgeldjäger, der einen abtrünnigen Mafia-Buchhalter (Grodin) von New York nach Los Angeles bringen soll. Bei der abenteuerlichen Reise quer durch die USA freundet sich das ungleiche Paar an. Wie in vielen seiner Filme stach Grodin durch seinen trockenen Humor hervor.

US-Komiker Josh Gad (40) trauerte um eine "Legende" und lobte "Midnight Run" auf Twitter als "Meisterwerk". Comedy-Star Steve Martin (75) beschrieb Grodin als "einen der lustigsten Menschen", dem er je begegnet sei. Albert Brooks (73) würdigte ihn als "brillanten Komödianten".

Grodin trat als Schauspieler zunächst am New Yorker Broadway auf. Erste Rollen vor der Kamera hatte er in Filmen wie "Rosemaries Baby" (1968), "Catch-22 - Der böse Trick" (1970), "The Heartbreak Kid" (1972) und "Der Himmel soll warten" (1978). Bekannt wurde er vor allem in den 1980er Jahren, neben "Midnight Run" etwa durch die Komödie "Die Frau in Rot". Erfolg hatte er auch mit dem Familienfilm "Ein Hund namens Beethoven" und den Komödien "Filofax", "Dave" und "4 himmlische Freunde". (apa)