Graz. Mit der Premiere von Arman T. Riahis "Fuchs im Bau" und der Verleihung des Großen Diagonale Schauspielpreises an Christine Ostermayer wird heute, Dienstag, die Diagonale in Graz eröffnet. Die derzeit niedrigen Infektionszahlen machen es möglich, dass sogar bis zu 1.500 Gäste bei der Eröffnung in der Helmut-List-Halle anwesend sein können, mit FFP2-Maske und unter Einhaltung der 3G-Regeln. Los geht es bereits um 18.30 Uhr, da die Sperrstunde von 22 Uhr eingehalten werden muss. Die sonst übliche Eröffnungsparty muss daher ebenfalls entfallen.

Sebastian Höglinger und Peter Schernhofer, die beiden Intendanten der Filmschau, sind dennoch froh, die im März wegen der Pandemie verschobene Diagonale nun doch noch nachzureichen, und das mit einem sehr ambitionierten Programm. "Die heurige Diagonale findet unter außergewöhnlichen Vorzeichen statt. Außergewöhnlich sind die 108 Wettbewerbsbeiträge in diesem Jahr schon allein deshalb, weil sie in einem beinahe ‚monothematischen Jahr‘ den Blick wieder weiten. Und das alles wieder in jenem Setting, für das die Filme gedreht wurden: im Kino", so Höglinger und Schernhuber. Zu den Höhepunkten im Programm zählen unter anderem "1 Verabredung im Herbst" von Sebastian Brauneis, "3:30 PM" von Ludwig Wüst, "Risiken und Nebenwirkungen" von Michael Kreihsl oder "Sargnagel" von Sabine Hiebler und Gerhard Ertl, die allesamt im Spielfilmwettbewerb antreten. Bei den Dokus finden sich neben den aktuellen Werken von Hubert Sauper, Daniel Hoesl oder Tizza Covi und Rainer Frimmel auch Premieren wie "Highfalutin" von Hans Broich, "Eva-Maria" von Lukas Ladner oder "Endlich Unendlich" von Stephan Bergmann. Der Wiener Regisseurin Jessica Hausner ist eine umfassende Werkschau gewidmet.