US-Schauspieler Ned Beatty ("Network") ist tot. Der beliebte Charakterdarsteller starb am Sonntag im Alter von 83 Jahren, wie mehrere US-Medien berichteten. "Ned ist am Sonntagmorgen im Kreise seiner Familie und seiner Lieben eines natürlichen Todes gestorben", so Medienmanagerin Deborah Miller. Beatty war 1977 für einen Oscar nominiert für seine Rolle in der schwarzen Komödie "Network" (1976). Beatty spielte dort den Konzernchef Arthur Jensen.

Gefeiert wurde Beatty, der am 6. Juli 1937 in Kentucky geboren wurde und seine Karriere am Theater begonnen hatte, bereits für seine Rolle in seinem Debütfilm "Deliverance" (deutsch: "Beim Sterben ist jeder der Erste") von 1972. In den "Superman"-Verfilmungen (1978 und 1980) mit Christopher Reeve mimte er den Handlanger von Bösewicht Lex Luthor. Insgesamt umfasst  Beattys Filmografie über 200 Werke.

Unverwechselbare Erscheinung

Ned Beatty war weder mit dem Schauspieler Warren Beatty noch mit dem Comicautoren Scott Beatty verwandt. Beatty Erscheinung hatte einen hohen Wiedererkennungswert. Er war kein schöner Schauspieler, aber einer, der die Szene beherrschte. Dicke Polizisten, denen der Schweiß auf der Stirne steht, und Bösewichte mit hinterhältigem Blick waren seine Spezialitäten, aber auch als wichtigtuerischer Städter, der in der unverstandenen Natur zum Opfer von Hinterwäldlern wird ("Deliverance"), bleibt der Schauspieler im Gedächtnis.

In Sidney Lumets Satire "Network" (1976) brillierte Beatty als Arthur Jensen, den Chef eines Senders, der eine heute nicht einmal mehr bizarr  scheinende Philosophie eines globalen Kapitalismus predigt.

Beatty litt an einer manisch-depressiven Erkrankung, von der er geheilt wurde, hatte aber immer wieder depressive Schübe. Sein Tod hat mit seiner Krankheit nichts zu tun. Im Jahr 2006 spielte Beatty die CD "In the Beginning Was the Word" ein. 2013 hatte er seinen letzten Auftritt im Film "Baggage Claim". (apa/red)