Elli (Lena Watson) scheint auf den ersten Blick ein gewöhnliches zehnjähriges Mädchen zu sein, doch schnell wird in Sandra Wollners Debütfilm "The Trouble With Being Born" klar, dass hier nichts so ist wie es zunächst scheint. Elli ist nämlich gar kein echter Mensch, sondern ein Roboter, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz. Sie wird von ihrem Erbauer Georg (Dominik Warta), der sie seiner verschwundenen Tochter (Jana McKinnon) nachempfunden hat, als Sexroboter eingesetzt, und das Unfassbare macht sich rasch breit im Bewusstsein des Zuschauers; die Fake-Tochter Elli wird von Georg beinahe fanatisch geliebt, ehe sie eines Tages spurlos in den Wald verschwindet, wo dereinst auch seine echte Tochter verloren ging.

Regisseurin Wollner wandelt durch diesen Film auf einem bewusst schmalen Grat: Einerseits birgt diese Simulation einer inzestuösen Pädophilie viel Abscheu und eine große Unzumutbarkeit. Andererseits verhandelt der Film die Fiktion vom computerunterstützen Leben der Zukunft, in der immer mehr Systeme mit künstlicher Intelligenz in unseren Alltag eingreifen werden. Auch das ist ziemlich unzumutbar.