Ein außergewöhnlicher Film: Mit "Space Dogs" begleiten Elsa Kremser und Levin Peter ein Rudel streunender Hunde durch das nächtliche Moskau. Weil die Hündin Laika 1957 als erstes Lebewesen in einer Raumkapsel ins All geschossen worden war und der Legende nach zurück auf die Erde kam, wo sich ihr Geist bis heute in Moskauer Nächten auf ihresgleichen überträgt, ist "Space Dogs" quasi nicht nur Dokumentarfilm, sondern auch Märchen und Eloge zugleich. Laikas Spuren folgend und aus der Perspektive der Hunde gedreht, begleitet "Space Dogs" die Abenteuer ihrer Nachfahren: Zwei Straßenhunde im heutigen Moskau sind die Protagonisten.

"Deren Geschichte handelt von inniger Gefolgschaft, unerbittlicher Brutalität und schließlich von ihrem Blick auf uns Menschen", sagt das Regie-Duo, das in die Doku auch bisher unveröffentlichtes Filmmaterial aus der Ära der sowjetischen Raumfahrt mischt und den Film somit zur Hommage an eine verblichene Zeit formt. Nostalgie und Tierliebe, aber auch der grausame Lebenstrieb der Natur vereinen sich zu einer Melange aus nächtlichem Realismus und flirrender Poesie.