Der US-amerikanische Filmregisseur Richard Donner ist am 5. Juli im Alter von 91 Jahren gestorben.

Donner war einer jener Regisseure, deren Filme man zumindest dem Namen nach kennt, die sogar Genre-Geschichte geschrieben haben, doch der Name des Regisseurs blieb dabei meist im Hintergrund.Während man etwa "E.T." mit Steven Spielberg konnotiert oder "Carrie" mit Brian de Palma, denkt man bei "Das Omen" eher an Damians dämonischen Blick denn an den regisseur Richard Donner. 

So ist es wohl auch beim ersten "Superman"-Film und bei der "Lethal Weapon"-Reihe mit Mel Gibson. Die Filme bleiben im Gedächtnis, weniger der Name des Regisseurs.

Richard Donner wurde am 24. April 1930 als Richard D. Schwartzberg in der Bronx geboren und wuchs in New York auf, bevor er die New York University besuchte und danach zum US-Militär ging. Neben "Superman", "Lethal Weapon" und "Das Omen" (1976) gehören "Die Goonies" (1985), die Weihnachtssatire "Die Geister, die ich rief" (1988) mit Bill Murray und sein letzter Film von 2006, "16 Blocks", zu seinen Werken. Er war auch Produzent von Oliver Stones "An jedem verdammten Sonntag "Any Given Sunday" ("An jedem verdammten Sonntag") und 2009 war er Ausführender Produzent bei "X-Men Origins: Wolverine".

Engagement für den Tierschutz

Donner war außerdem als Sympathisant der Tierschutzorganisation PETA bekannt. Die Besucher der Premiere von "16 Blocks" bat er, keinen Pelz zu tragen. In einer Szene des Films verwendete er ein Poster der Organisation mit der Aufschriftz "Fur Is Dead" (Pelz ist Tod). 

"Richard Donner hatte die größte, dröhnendste Stimme, die man sich vorstellen kann", schrieb "Goonies"-Star Sean Astin auf Twitter. "Er lachte, wie noch nie ein Mensch zuvor gelacht hat. Dick machte so viel Spaß."

Auch Regisseur Steven Spielberg trauert um Donner: "In seinem Kreis zu sein war so, als würde man mit seinem Lieblingstrainer, dem klügsten Professor, dem schärfsten Motivator, dem liebenswertesten Freund, dem treuesten Verbündeten ... abhängen", sagte Spielberg in einer von seiner Produktionsfirma auf Twitter veröffentlichten Erklärung. (apa/red)