Wien. Am Donnerstagabend wurde der 11. Österreichische Filmpreis in der Marx-Halle in Wien verliehen.

Von insgesamt 16 Kategorien konnte der Spielfilm "Hochwald", der von zwei jungen Männern handelt, die aus einem engen Dorf in Südtirol nach Rom entfliehen, drei Preise mit nach Hause nehmen: die beste männliche Hauptrolle, besetzt mit Thomas Prenn; das beste Kostüm, gestaltet von Cinzia Cioffi, und die beste Musik, komponiert von Florian Horwath. Insgesamt ging Evi Romens Regiedebüt "Hochwald" mit neun Nominierungen ins Rennen, jedoch gewann "The Trouble With Being Born" unter der Regie von Sandra Wollner den Österreichischen Filmpreis 2021 für den besten Spielfilm.

Bester Dokumentarfilm

Wollners Arbeit feierte 2020 auf der Berlinale Weltpremiere und handelt von einem Roboter in Mädchengestalt. Es kommt zu Intimitäten zwischen dem Konstrukteur des Roboters und seinem Geschöpf, das Ähnlichkeiten zu seiner realen, vermissten Tochter aufweist. Ebenso siegte diese verstörende Geschichte in der Kategorie beste Tongestaltung. In der Rubrik bester Dokumentarfilm gewinnt Sabine Derflinger (Regie und Produktion) als zweite Frau unter den Filmemacherinnen mit "Die Dohnal". Die Doku handelt von Johanna Dohnal, einer Ikone der österreichischen Politik und ersten Feministin in einer europäischen Regierung. Für den Schnitt des Films wurde zudem Niki Mossböck geehrt.

Christine Ostermayer erhielt den Preis für die beste weibliche Hauptrolle ("Ein bisschen bleiben wir noch"), in der Nebenrollen-Sparte siegten Edita Malovčić ("Quo Vadis, Aida?") sowie Omid Memar ("7500"). Zudem gewann der Spielfilm "7500" den Preis für das beste Drehbuch, geschrieben von den Autoren Patrick Vollrath und Senad Halilbašić. Es geht um eine Flugzeugentführung, bei der die Zahl 7500 als internationaler Emergency Code der Luftfahrt bedeutsam ist.

Als bester Kurzfilm setzte sich "Die Waschmaschine" von Dominik Hartl durch, der aufzeigt, wie folgenreiche Fragen ein Geräteverkauf in Sachen Rassismus und Moral aufwerfen kann. Der Preis für die beste Kamera ging auch an eine Frau, Christine A. Maier für "Quo Vadis, Aida?".(saf)