Der Rausch. Thomas Vinterberg sieht seinen neuen Film "Der Rausch" als Ode an den Alkohol: Martin (Mads Mikkelsen) ist Lehrer an der High School. Er fühlt sich alt und müde. Seine Schüler und ihre Eltern wollen, dass er gekündigt wird, um ihren Notendurchschnitt zu erhöhen. Ermutigt durch eine Promille-Theorie, wonach permanentes Halten der 0,5-Promille im Blut die Stimmung und Leistung heben soll, stürzen sich Martin und drei seiner Kollegen in ein Experiment, um den Alkoholkonsum im Alltag konstant zu halten. Das Ergebnis ist am Anfang durchwegs positiv. Doch die fatalen Auswirkungen lassen nicht lange auf sich warten. "Wir alle wissen, wie wunderbar ein, zwei Gläser Wein sein können und wir wissen auch, dass wir vielleicht niemals unsere Ehefrau oder unseren Ehemann gefunden hätten, wäre dabei kein Alkohol im Spiel gewesen", sagt Mads Mikkelsen über den Film. "Das trifft wohl auf die meisten von uns zu. Eine gewisse Menge an Alkohol lässt sich also mit sehr guten Gefühlen in Verbindung bringen. Wir wissen allerdings auch, was es bedeutet, wenn man zuviel erwischt". "DerRausch" konnte bei der diesjährigen Oscar-Verleihung den Academy Award in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" abräumen.

 

Shane. Shane MacGowan ist Rebell, Punk, Poet und Frontmann der legendären Band The Pogues. Aus der Nische des Punk heraus schaffte es Shane, seinen Landsleuten in der aufgeheizten Stimmung des Nordirland-Konflikts eine weithin hörbare Stimme zu geben. Das würdigt der Dokumentarfilmer Julien Temple nun mit diesem filmischen Denkmal.

 

Wer wir waren. In Marc Bauders Doku zeigen sechs verschiedene Menschen, an welchen Lösungsansätzen zur Weltrettung sie arbeiten: der Astronaut Alexander Gerst, die Tiefseeforscherin Sylvia Earle, der Komplexitätsforscher Felwine Sarr, der Ökonom Dennis Snower, der buddhistische Mönch und Molekularbiologe Matthieu Ricard und die Posthumanistin Janina Loh.