Die Körpergröße von 2,06 Metern eines LeBron James auf eine kurzbeinige Comicfigur zu minimieren und sie dann auf den genüsslich Karotten knabbernden Bugs Bunny stoßen zu lassen, scheint eine bodenlose Frechheit. Für den Basketballprofi, der sich unerwartet in den Warner-Bros-Cartoon-Welten wiederfindet, ist es allerdings die schönste Begegnung schlechthin.

LeBron James ist nach Michael Jordan ("Space Jam", 1996) die nächste Generation der Basketball-Ikonen, die sich in einem Film zwischen Live, 2D- und 3D-Animation hin- und herbewegt. Algorithmen sind hier das Leitthema. So verwundert es nicht, dass eine böse Künstliche Intelligenz (Don Cheadle) den Basketball-"König" als Figur für seine animierte Welt gewinnen möchte. James bevorzugt "echten" Basketball und lehnt dankend ab. Sein jüngerer Sohn Dom (Cedric Joe) hingegen programmiert selbst Videospiele, was zuhause regelmäßig für Streit sorgt. Die Ablehnung macht die KI wütend und sie zieht Vater und Sohn gewaltsam in die digitale Welt. Um sich aus dieser zu befreien, soll James ein Basketballspiel gewinnen. Das Team an seiner Seite wird von Bugs Bunny zusammengestellt und besteht aus dem bekannt chaotischen Clan der Looney Tunes. Sein Sohn, der sich mit der KI verbündet, wird der Gegner seines Vaters, sein Team kreiert er selbst. Neben der Erkenntnis, dass Jung und Alt, Sportler und Nerd eine Horizonterweiterung nie schadet, sind es vor allem die grandiosen Animationen, die einen in den Bann ziehen.

Animation/Action

Space Jam - A new legacy, USA 2021

Regie: Malcom D. Lee.