Eine Forscherin (Emily Blunt) startet 1916 mit ihrem Bruder (Jack Whitehall spielt Disneys erste deklariert schwule Filmfigur) und einem obskuren Skipper (Dwayne Johnson) zu einer Bootsexpedition in den Dschungel Brasiliens. Sie will einen sagenumwobenen Baum finden, dessen Wirkstoffe viele Krankheiten heilen sollen.

Tropische Kinounterhaltung im unverwüstlichen Abenteuerstil also. Leider folgt der Film nur in kurzen Momenten berühmten Vorbildern wie etwa "African Queen". Die wichtigste Inspiration für "Jungle Cruise" ist eine Attraktion aus den Disney-Vergnügungsparks. Offenbar hatten die Macher den Auftrag, möglichst viele Abenteuer auf die Leinwand zu packen. Das macht den Film unrund: Neben der Suche nach dem Wunderbaum geht’s auch um einen grotesken deutschen Schurken (Jesse Plemons), gruselige Bienen- und Schlangenmenschen oder einen zahmen Jaguar.

Im Gewirr der Handlungsstränge verliert man irgendwann den Überblick. Positiv hingegen: Das kesse Spiel von Emily Blunt (Typ: furchtlose Powerfrau) und Dwayne Johnson (Macho mit Herz und Humor). Regisseur Jaume Collet-Serra verortet das routiniert inszenierte Spektakel in einen Urwald, der einmal üppig echt und dann wieder ziemlich künstlich wirkt.