Wenn das Franchise floppt, begräbt man es oder erfindet es neu. Hier hat sich Warner Brothers für Letzteres entschieden. "The Suicide Squad" von James Gunn kann als ein Soft-Reboot des Films von 2017 gesehen werden. Der Film trägt Gunns inzwischen aus "Guardians of the Galaxy" bekannte pointierte Humorsignatur. Die flotten Sprüche, das Spielen mit den Erwartungen, die subtilen Seitenhiebe auf die Gegenwartskultur.

Die Handlung folgt dem altbekannten Prinzip. Eine Gruppe DC-Bösewichte wird von der zwielichtigen Amanda Waller (Viola Davis) gezwungen, in einer tödlichen Mission die Welt vor einer übernatürlichen Bedrohung zu schützen. Doch, so will Gunn uns sagen, auch die verachteten Mitglieder der Gesellschaft haben eine Bestimmung und eine Aufgabe zu erfüllen. Verpackt wird das Ganze in eine Manie aus lateinamerikanischen Diktatoren, verrückten Wissenschaftern und jeder Menge Bodyhorror.

Aus Teil eins sind wieder Harley Quinn (Margot Robbie) und Rick Flagg (Joel Kinnaman) dabei. Als Verstärkung gibt es ein Who-Is-Who in Hollywood, so etwa Idris Elba als Bloodsport. Ein spaßiger, rasanter Trip durch den Filmgenre- und DC-Katalog.