Immer greift Tom, der Kater, an. Doch immer schlägt Jerry, die Maus, zurück und zeigt dem Kontrahenten, wo der Hammer hängt: ein unverwüstliches Prinzip. Seit 81 Jahren das Erfolgsrezept der Trickfilm-Abenteuer von Tom und Jerry. "Tom & Jerry", der neue Kinofilm des Duos, macht da keine Ausnahme. Der Plot: Jerry hat sich ein New Yorker Luxushotel als neue Bleibe ausgesucht. Als die Hotelmanager den ungebetenen Gast entdecken, geben sie Tom den Auftrag, seinen Erzfeind aus dem Nobelschuppen zu vertreiben. Der Kater macht sich an die Arbeit. Voller Elan. Jedoch, wie man ahnen kann, ohne Fortüne.

Die zahlreichen Scharmützel zwischen den Titelhelden sind das Gerüst und zugleich die Höhepunkte des Films. Die hübsch altmodisch animierten, aber rasant und rabiat inszenierten Attacken und Gegenattacken sind ein Vergnügen. Wobei obendrein positiv anzumerken ist, dass die oft ausufernde Brutalität der alten Zeichentrickfilme deutlich zurückgefahren wurde.

Leider konzentrierten sich die Macher nicht allein auf ihre Hauptfiguren. Regisseur Tim Story schuf einen Hybrid-Film, in dem Tiere (animiert) und Schauspieler (charmant: Chloe Grace Moretz; hinterhältig: Michael Pena) miteinander agieren. Das funktioniert technisch gut, drehbuchmäßig jedoch überhaupt nicht. Die Rahmenhandlung rund um eine Luxushochzeit, die durch den Auftritt von Katz und Maus gestört wird, ist viel zu klischeehaft, um auch nur einen Hauch von Interesse zu wecken.