Eigentlich sind Privatdetektive so etwas wie die Psychiater der Verbrechensbekämpfung. Denn sie stieren in den verborgenen Bereichen menschlichen Tuns. Nick Bannister (Hugh Jackman) ist noch dazu eine Art Kombi aus Privatdetektiv und Psycho-Doc: Sein Fachgebiet ist der menschliche Verstand, und gemeinsam geht er mit seinen Kunden auf die Suche nach deren verschütteten Erinnerungen, die es wiederzufinden gilt. Im Mittelpunkt steht, Vergessenes und Verdrängtes neu zu entdecken.

Seine neue Klientin Mae (Rebecca Ferguson) verdreht Nick allerdings den Kopf, was ihn aus der Bahn wirft: Die überwältigende Liebe hat bald zur Konsequenz, dass Nick zu Erinnerungen von anderen Kunden vordringt, in denen Mae Teil einer Verschwörung ist. Wie weit kann Nick gehen, um die Wahrheit über Mae herauszufinden?

Serien-Schöpferin Lisa Joy ("Westworld") gibt mit dem selbst erdachten "Reminiscence: Die Erinnerung stirbt nie" ihr Regiedebüt. Der Film entpuppt sich schnell als Film Noir, der eng angelehnt an die Klassiker des Genres ist; aber er hat nicht den Mut, Grenzen zu überschreiten und maximale Spannung zu wagen. Optisch ein fest, ist der Film auch atmosphärisch doch weit entfernt von seinen Noir-Vorbildern.