Paolo Conte - Via con me. Regisseur Giorgio Verdelli gelingt es mit "Paolo Conte - Via con me", dem großen Jazzer und Sänger Paolo Conte über seine Musik näher zu kommen - und über zahlreichen Gespräche mit Weggefährten und Bewunderern, darunter großen Stars wie Isabella Rossellini oder Roberto Benigni. Verwoben werden deren Reflexionen mit Archivaufnahmen und Konzertmitschnitten aus den vergangenen 30 Jahren. So entsteht das vielstimmige Porträt eines älteren Herren mit Reibeisenstimme, der zu den einflussreichsten Musikern Italiens zählt und weit über die eng gesetzten Grenzen des Genres Jazz hinaus wirkt. Der Film feiert ihn als einen Meister seines Fachs.

Bitte warten. Der in Wien lebende, moldawische Regisseur Pavel Cuzuioc macht in seinem neuen Werk "Bitte warten" die Kommunikation selbst zum Thema. Er folgt dabei Telekommunikationstechnikern in Osteuropa im Außendienst. Geduldig verbinden sie Kabel, testen Telefone und schließen Modems an. Dabei entspinnen sich mit den unterschiedlichsten Kunden Gespräche über Politik, das Angeln und den Zustand der Welt. Es bildet sich so langsam eine kleine Allegorie über den Dialog zwischen den Menschen und über die Gesellschaft im Allgemeinen.

Small World. Regisseur Patryk Vega zeigt in "Small World" eben das nicht - denn so klein ist die Welt nicht, mit der sich die Protagonisten seines Thrillers konfrontiert sehen. Als das vierjährige Mädchen Ola von der russischen Mafia in Polen entführt wird, eilt ihre Mutter zur Grenze, wobei sie der Polizist Robert Goc (Aleksey Serebryakov) wegen überhöhter Geschwindigkeit aufhält - und damit verhindert, dass Ola vor dem Überschreiten der Grenze gerettet werden kann. Robert fühlt sich schuldig und wird Teil einer internationalen Ermittlertruppe, um mit seiner Bürde leben zu können. Jahre später taucht tatsächlich die Spur zu einer mittlerweile erwachsenen Ola (Julia Wieniawa-Narkiewicz) auf.