Provokation, Schock, Faszination - das Slash Filmfestival will bei seinen Zuschauern starke Reaktionen wecken. Es warten absurde Splatter-Filme und Vampirkomödien genauso wie spottbillige, aber gefeierte Science-Fiction. Mittlerweile zum zwölften Mal gastiert das zweitgrößte Filmevent Wiens in den Kinosälen von Stadtkino, Filmcasino, Schikaneder und Metro Kinokulturhaus.

Eröffnet wird das Event am Donnerstag, 23. September, im Stadtkino vom diesjährigen Cannes-Gewinnerfilm "Titane". Julia Ducourneaus Bodyhorror-Thriller zeigt Serienmörderin Alexia (gespielt von Agathe Rousselle), die nach dem Geschlechtsverkehr mit einem Automobil schwanger wird und die Schwangerschaft verbergen muss. Passend ist da auch das diesjährige Festivalsujet: Mechanik frisst Organik. Inspiriert aus Retrofuturismus, Cyberpunk und Bodyhorror wird in den Filmen des Festivals reflektiert, was passiert, wenn jede Menschlichkeit von der geometrischen Realität der Maschinen unterdrückt wird.

Ein weiteres Highlight bietet der diesjährige Schwerpunkt auf Folk Horror mit der Retrospektive "Woodlands Dark and Days Bewitched" von Kier-La Janisse, bei dem die Entwicklung des Genres global unter die Lupe genommen wird.

Bis 3. Oktober warten in den Räumlichkeiten der Kinos mehr als sechzig sehenswerte Österreich-Premieren, aber auch Klassiker aus Horror, Fantasy, Science Fiction, Animation. Den Abschluss bildet Valdimar Jóhannssons "Lamb", ein weiterer Cannes-Preisträger.