Er steckt mitten in der Pubertät. Der Alterspubertät, erklären Pauls Freunde ihm später. Und das Erschreckendste fügen sie schonungslos hinzu: Ab jetzt läuft alles rückwärts, denn das Sexualhormon Testosteron lässt nach, deshalb wird die Muskulatur schlaff, und dann fallen auch noch die Schamhaare aus. Von den Kopfhaaren gar nicht erst zu sprechen. Der böse 50er naht! In einer tiefen Midlife-Crisis stecken aber nicht nur die Männer in Florian Gallenbergers Komödie "Es ist nur eine Phase, Hase". Auch Emilia, Pauls Ehefrau, ist nicht gefeit.

Zwischenbilanz des Lebens

Aber eigentlich ist eh alles gut, eigentlich scheinen Paul und Emilia glücklich, und für ihre Freunde sind sie seit Jahren ein Traumpaar: Der Schriftsteller und die Synchronsprecherin haben drei Kinder, keine Geldsorgen und der Alltag läuft so vor sich hin. Bis Emilia, statt zum Spieleabend, mit Freundinnen auf eine Party geht, um sich dort in einem One-Night-Stand wieder lebendig und begehrt zu fühlen. Sie beginnt, über ihr bisheriges Leben Bilanz zu ziehen. Eine Beziehungspause soll nun helfen.

Es ist vor allem die hervorragende Besetzung mit Christoph Maria Herbst (Paul) und Christiane Paul (Emilia), die diesen Film, nach ziemlich plumpen Humor vor allem im ersten Teil, dann doch sehenswert macht. Und eine Belehrung mit erhobenem Zeigefinger kann man auch noch mitnehmen: An Beziehungen muss man arbeiten. Aber geh’!