Es ist wohl für fast jeden Internetnutzer eine altbekannte Situation: die Qual der Passwortsuche. Manch einer speichert sie ab, manch einer schreibt alle Passwörter auf einen Zettel zusammen (den man dann natürlich verlegt), manch einer schreibt sie an die Wände des Tiefkühlers - wie Marie. Sie wird mit einem Sexvideo erpresst und braucht einen Kredit. Bei der Hotline einer Online-Bank hängt sie in der kostenpflichtigen Warteschleife. Als sich endlich eine Betreuerin meldet, stürzt Marie - und die Beraterin legt auf.

Ihre Nachbarin Christine hat ebenfalls ihre liebe Müh’ mit der digitalen Welt: Ihre TV-Serien-Sucht hat sie den Job im Atomkraftwerk gekostet, nun arbeitet sie als Taxifahrerin. Ob ihrer missmutigen Stimmung erhält sie von ihren Fahrgästen bestenfalls eine Zwei-Stern-Beurteilung. Ein Ärgernis für Christine. Und Bertrand verliebt sich Hals über Kopf in die verständnisvolle Call-Center-Stimme Miranda, mit der er oft und lange Probleme bespricht und danach frisch motiviert online einkauft.

Die Komödie "Online für Anfänger" des französischen Regieduos Benoît Delépine und Gustave Kervern spöttelt über die Absurditäten der modernen Handy- und Internetwelt, zeigt mit viel Witz und unzähligen Pointen, wie sich Marie, Christine und Betrand (Blanche Gardin, Corinne Masiero, Denis Podalydès) blindlings und dumm vereinnahmen lassen - bis sie revoltieren und ihre Daten zurückhaben wollen.