Die sozialen Medien und die permanente Online-Präsenz unserer Teenager sind nun Thema eines Disney-Animationsfilms. Barney, der juvenile Held der Geschichte, ist das, was man einen Außenseiter nennt: Eher schüchtern und ohne das Talent, Freunde zu finden, bleibt ihm ein Leben als stinknormaler Teenager mit entsprechender Sozialisation verwehrt. Da kommt das Geschenk seines Vaters gerade recht. Der angesagte B-Bot soll zu Barneys neuem, besten Freund werden. Das ist ein Roboter, der alle Stückerln spielt: Er geht, läuft, spricht und ist darob ein cooles Statussymbol für Teenager. Leider hat ausgerechnet Barneys Modell eine Schraube locker und funktioniert nicht so, wie er soll. Eigentlich macht dieser auf Ron getaufte Roboter gar nichts richtig. Barney hat sich da etwas ganz anderes erwartet.

Trend zur Online-Thematik

Netflix machte es mit "Die Mitchells gegen die Maschinen" vor, der Kinotrend zu animierten Geschichten aus der Online-Welt setzt sich fort, im Debüt der britischen Locksmith Studios. Deren Film kommt ebenfalls unter dem Disney-Banner in die Kinos, weil der Mäusekonzern die 20th Century Studios erworben hatte, mit denen Locksmith produzierte. Der Roboter hier sieht der Disney-Schöpfung Baymax sehr ähnlich, nur dass "Ron läuft schief" mehr auf den Knuddelfaktor setzt als Baymax oder "Die Mitchells". Der Film erzählt unterhaltsam vom Suchen und Finden von Freundschaft, allzu spitz ist die Kritik am permanenten Online-Wahnsinn jedoch nicht ausgefallen.