"Das Land meines Vaters" ist der Beweis, dass französische Filme, die viele Zuschauer finden, nicht zwingend Komödien à la "Monsieur Claude" sein müssen, sondern auch ernstere Themen verhandeln können. So wie "Das Land meines Vaters", in dem Pierre (Guillaume Ganet) eigentlich den Hof seines Vaters in der französischen Provinz übernehmen und weiterführen will. Jedoch wird das Vorhaben massiv erschwert, weil sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen massiv verändern.

Knapp zwei Millionen Franzosen litten mit Pierre im Kino mit, auch, weil der Regisseur Edouard Bergeon hier seine eigene, ganz persönliche Geschichte erzählt. Es geht um die harschen Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft, um die Frage, wie man Preisdruck und Familien-Vermächtnis unter einen Hut bringt und wie das alles mit dem Produkt zusammenhängt, das am Ende auf unseren Tellern landet. Sehr tiefgründig inszeniert und auch gut gespielt - ein Film, der zum Nachdenken anregt.