Jason Reitman war sieben, als er 1984 auf dem Filmset seines Vaters Ivan Reitman herumtollen durfte. Der Regisseur drehte gerade eine Kult-Komödie: "Ghostbusters". Später wurde Jason selbst zum oscarnominierten Filmemacher ("Juno", "Up In The Air"). Nun ist er zum Hit seiner Kindheit zurückgekehrt.

In "Ghostbusters: Legacy" erweist sich Reitman Jr. als schwungvoller Erbe einer großen Tradition. Er gewinnt der Fantasy-Mär von den furchtlosen Geisterjägern coole neue Facetten ab, die er stilsicher mit nostalgischen Momenten mischt.

Geister der Provinz

Schauplatz ist nicht länger New York, sondern das Provinznest Summerville. Dort bezieht die Alleinerzieherin Callie (Carrie Coon) mit ihren Kids das windschiefe Häuschen ihres verstorbenen Vaters. Die mangelnde Begeisterung der Teenies Trevor (Finn Wolfhard) und Phoebe (Mckenna Grace) weicht bald der Neugier. Sie finden verstaubte Apparate und ein altes Auto, deren Sinn sich erst erschließt, als es unter der Erde zu rumoren beginnt. Offenbar haben sich die Geister nach Summerville verzogen. Und offenbar war der verblichene Greis, der legendäre Ghostbuster Dr. Egon Spengler, den Gespenstern auf der Spur. Jetzt übernehmen die Kids den Kampf.

Das klingt nicht nach einer Story von intellektuellem Tiefgang - und will es auch gar nicht sein. "Ghostbusters: Legacy" ist eine höchst unterhaltsame Verbeugung vor einem großen Stück Pop-Kultur. Das junge Publikum kann einen Konnex zu den jugendlichen neuen Helden herstellen. Für die reiferen Zuschauer bietet der Film trocken servierte Pointen und Anspielungen auf die Vorgängerfilme en masse. Und natürlich haben auch die Ur-Ghostbusters Bill Murray und Dan Aykroyd ihren Gast-Auftritt.