Verschiedene Diebe jagen in "Red Notice" den drei Eiern der Kleopatra hinterher. Diese güldenen Prachtstücke sind von unschätzbarem Wert und erregen die Aufmerksamkeit von FBI-Agent John Hartley (Dwayne Johnson), der sie von den beiden Profidieben Nolan Booth (Ryan Reynolds) und Der Bischof (Gal Gadot) zurückerbeuten will. Der Trickbetrügerei in den zwei Netflix-Stunden ist Tür und Tor geöffnet. Allein: Schnell interessiert den Zuschauer das Geschehen nicht mehr. Das liegt zum einen an einer hanebüchenen Regie, die drei ultraprominente Schauspieler in turbulenten, aber letztlich müden Actioneinlagen verheizt. Zum anderen stinkt die Qualität des Drehbuchs, das Anleihen bei "Ocean’s 11" und "Indiana Jones" nimmt, geradezu zum Himmel, denn rund um das Kleopatra-Ei, das als sinnfreier Macguffin fungiert, ist der Rest der Handlung so seicht wie die obere Adria. Das könnte immerhin Spaß machen, aber Pointen fehlen weit und breit. Selten einen so teuren Film gesehen, der derart in den Sand gesetzt worden ist.