Ein Menschenjahr sind sieben Hundejahre. Stella (Aurora Giovinazzo) rechnet ihr Alter in Hundejahren und ist demnach älter als 100. Davon geht sie nach einem Unfall aus, in dem ein Hund verwickelt war, der nun bei ihr lebt. Man kann es als Spleen sehen. Davon hat Stella einige weitere.

Nun steht bald ihr 16. Geburtstag bevor, den sie, so glaubt sie, nicht überleben wird, weil sie ja schon so alt sei. So gilt es nun, ihre aufgestellte Liste von all jenen Dingen abzuarbeiten, die sie noch erleben will, bevor es zu spät ist: ein Vorstellungsgespräch führen, beliebt werden, Sex haben, einen schwulen Freund küssen . . . Dabei helfen ihr die Freunde Nina (Isabella Mottinelli) und Giulio (Luca Maria Vannuccini). Doch bald erkennt Stella, dass das Leben voller unerwarteter Ereignisse ist. Vor allem dann, wenn ihr die große Liebe Matte (Federico Cesari) in die Quere kommt. Ab diesem Zeitpunkt steht Stellas Leben Kopf, die Zeit rennt, der Geburtstag nähert sich und die To-do-Liste ist noch lange nicht erledigt.

Der Coming-of-Age-Film "Anni da cane", also "Hundejahre", in der Regie von Fabio Mollo ist der erste von Amazon Prime Video produzierte italienische Film. Man hätte sich mehr erwartet. Sicherlich sind die vier jungen Hauptdarsteller, die sich mit den Dramen und Ängsten des Erwachsenwerdens auseinandersetzten, talentierte Schauspieler, doch ist das Drehbuch nicht sonderlich originell. Aber immerhin solide in Szene gesetzt.