Der "Salvator Mundi" ist das teuerste Gemälde der Welt. Im Jahr 2017 wurde das Jesus-Bild für 450 Millionen Dollar (heute mehr als 398 Millionen Euro) versteigert. Der Preis ist keine Überraschung, gilt das Werk doch als die größte Sensation in Kunstzirkeln - schließlich soll es von Leonardo da Vinci stammen. Wobei: Restlos geklärt ist die Herkunft nicht, denn das Bild war für lange Zeit verschollen und tauchte quasi aus dem Nichts auf. Auch seit es den Besitzer gewechselt hat, wurde es nicht mehr gesehen. Der Dokumentarfilm "The Lost Leonardo" rollt die spannende Geschichte dieses Gemäldes nun von Anbeginn auf: Gesichert scheint, dass der "Salvator Mundi" zwar in Leonardos Atelier entstanden ist, der Künstler selbst aber nur einen Teil davon höchstselbst gemalt haben soll.

Die Geschichte des Rekordbildes gleicht einem Krimi über den Kunstmarkt und seinen Akteuren. Das Werk, das Christus als Heiland der Welt zeigt, wird auf die Zeit um 1500 datiert. Im 17. Jahrhundert galt es als verschollen. Dann tauchte es 1958 in einer Versteigerung von Sotheby’s London auf. Knapp 60 Jahre später wird es zum teuersten Gemälde der Welt. Regisseur Andreas Koefoed gestaltet den spannenden "The Lost Leonardo" jedoch nicht als reine Doku für Kunstsinnige. Vielmehr geht es ihm um die oftmals niederen Motive der Sammler und Jäger, die den Kunstmarkt diktieren. Es regieren Habsucht, Gier, Missgunst und Hass, in einer Szene, die eigentlich das Schönste feiern sollte, das Menschen hervorbringen: Kunst.