Jessica Chastain, Penélope Cruz, Lupita Nyong’o, Diane Kruger und Bingbing Fan - ein All-Star-Cast bevölkert Simon Kinbergs actionreichen Spionagethriller "The 355". Es ist der Start einer neuen Franchise, die von Chastain initiiert und produziert wurde, und im Vorfeld bewirbt man die Agenten-Mixtur als Kreuzung zwischen "Mission: Impossible" und "Bourne Identity".

Chastain spielt die US-Agentin Mason Brown, sie gilt als Frau fürs Grobe bei der CIA. Sie soll auf eine Mission geschickt werden, bei der es darum geht, eine hoch geheime Waffe zu finden, die eine Truppe von Söldnern zuvor entwendet hat. Hier geht es um eine Katastrophe von epochalem Ausmaß, denn der Dritte Weltkrieg droht. Aber Mason schafft das nicht alleine und trommelt ein Ensemble aus ansonsten gegeneinander operierenden Agentinnen zusammen, darunter die Deutsche Marie (Kruger), die Computerfachfrau Khadijah (Nyong‘o) oder die kolumbianische Psychologin Graciela (Cruz).

Solide Action

So viel geballte Frauenpower strotzt natürlich in einem Actionfilm nur so vor Klischees, bricht diese aber auch dann und wann mit Wonne. Dennoch bleibt man dem Genre treu, und die toughen Ladys zeigen sich allesamt von ihrer harten Seite. Das ist solide gemacht, aber keineswegs herausragend. Das Beste an dem Film ist der Slogan, mit dem er beworben wird: "Zusammen arbeiten oder alleine sterben". Die Motivation für alle Figuren ist somit klar definiert.