Pleasure. Die 19-jährige Linnéa (Sofia Kappel) aus einer schwedischen Kleinstadt hat einen großen Traum: Sie möchte Pornostar werden. Und so zieht sie nach Los Angeles, um als "Bella Cherry" durchzustarten. Das Business ist allerdings erbarmungslos und Linnéa sieht sich schnell mit der Frage konfrontiert, wie viel Schmerz und Erniedrigung sie bereit ist, für ihre Karriere zu ertragen. Debütregisseurin Ninja Thyberg erzählt "Pleasure" dabei konsequent aus der weiblichen Perspektive auf ein männlich dominiertes Sujet, das von Gewalt und Macht dominiert wird. Bis auf Sofia Kappel setzt sie dabei ausschließlich auf echte Pornodarsteller und -darstellerinnen für ihre authentische Erzählung.

Beatrix. In "Beatrix" rücken die beiden Debütregisseurinnen Milena Czernovsky und Lilith Kraxner dem Körper ihrer Hauptfigur zu Leibe. Im Zentrum steht in ruhigen, unbeweglichen Bildern die titelgebende junge Frau, gespielt von Eva Sommer, die allein in einem Haus Zeit verbringt. Mehr erfährt man nicht. Es geht um Privatheit und Intimität, an der das Auge des Betrachtenden teilnimmt. Es geht um den Nutzen der Zeit und deren bewusstes Verstreichenlassen. Und das konkrete Dasein als Frau.

The Tragedy of Macbeth. Neuverfilmung von "Macbeth" nach William Shakespeare, und was für eine: Joel Coen versucht sich erstmals als Regisseur ohne die Unterstützung seines Bruders Ethan, und inszenierte den Stoff in Schwarzweiß. Er ist auch als Produzent und Drehbuchautor an Bord und in den Hauptrollen sind Denzel Washington und Frances McDormand (zugleich auch Produzentin und Ehefrau von Coen) zu sehen. Coen erzählt die Geschichte vom Aufstieg des königlichen Heerführers Macbeth zum König von Schottland und seinem Wandel zum Königsmörder sehr nah an der literarischen Vorlage, die Schwarzweiß-Bilder tauchen die Szenerie in eine Düsternis, die der Erzählung von Mord und Arglist visuell entspricht.

Ab 14. Jänner auf AppleTV+