Wie halt das Leben so spielt. In der Romanze "Marry Me" lässt sich der brave New Yorker Mathe-Lehrer Charlie Gilbert (Owen Wilson) dazu breitschlagen, zu einem Konzert der Pop-Diva Kat Valdez (Jennifer Lopez) mitzugehen. Und dann kommt er als frisch angetrauter Ehemann der ihm persönlich völlig unbekannten Dame wieder heraus.

Das geht so: Kat wollte eigentlich auf offener Bühne ihren Gesangspartner Bastian (Maluma) ehelichen. Doch während der Show erfährt sie, dass Bastian eine Affäre hat. Kat bricht in Tränen aus. Weil nun aber der Standesbeamte schon einmal da ist, soll trotzdem geheiratet werden. Kats Wahl fällt auf einen Mann aus dem Publikum. Auf Charlie, der ihr verdattert das Ja-Wort gibt. Die Ehe ist gültig. Die Pop-Welt steht kopf.

Erzwungene Liebe

In der Folge geht’s dann darum, ob aus der absurden Begegnung eine echte Beziehung werden kann. Owen Wilson blickt als Charlie mit Charme und staunenden Augen auf das Glitzerparadies seiner Angetrauten. Und Kat, die sich als Star manchmal fühlt "wie ein Panda im Zoo", entdeckt ebenso staunend die Reize des bürgerlichen Lebens. Die Rolle der Diva hat Jennifer Lopez naturgemäß locker im Griff. Aber auch bei den Ausflügen in die Realitäten jenseits des Ruhms wirkt ihre Kat authentisch und echt.

Fazit: "Marry Me" ist ein unterhaltsames Märchen zwischen Schmalz und Witz. Mit kritischen Blicken aufs Show Biz schenkt Regisseurin Kat Coiro der Love Story eine bekömmliche Prise Substanz und Relevanz.