Es könnte ein modernes Aschenputtel-Märchen sein, wäre der Weltfußballer Cristiano Ronaldo (36) ein Prinz. Nun, da scheiden sich vielleicht die Geister. In den Augen von Georgina Rodríguez jedenfalls, ist er es. Fakt ist, dass Ronaldos derzeitige 28-jährige Lebensgefährtin innerhalb kürzester Zeit zur Jetset-Prinzessin wurde und ihr luxuriöses Leben nun in der sechsteiligen Netflix-Serie "Soy Giorgina" ("Ich bin Giorgina") zur Schau stellt. Interessiertes Publikum wird die Miniserie genug finden, denn der Promifaktor von Ronaldo wird sicherlich einiges dazu beitragen. Aber auch Rodríguez ist bereits auf dem Weg, es der Influencerin Kim Kardashian nachzuposten: Immerhin verzeichnet die Spanierin auf Instagram bereits mehr als 33 Millionen Follower. In den Schweizer Netflix-Charts ist "Soy Giorgina" auf Platz eins - in Österreich nicht einmal unter den ersten zehn.

Zugegebenermaßen ist man auch als Nicht-Fußball-Fan neugierig, welche Art von Frau es zu Ronaldo zieht. Klischees gibt es ja jede Menge über Fußballerfrauen. Doch treffen diese auch auf Georgina Rodríguez zu?

Georgina "Geo" Rodríguez mit Netflix-Armreif. - © Netflix
Georgina "Geo" Rodríguez mit Netflix-Armreif. - © Netflix

Nun, die Reality-Serie widerlegt diese Klischees nicht gerade. Wenn es auch sehr angestrengt versucht wird: Immer wieder betont Rodríguez, dass sie weiß, wie es ist, nichts zu haben, aber auch weiß, wie es ist, alles zu haben. Ob dieses "Alles" erstrebenswert ist? Für sie auf jeden Fall, sie lebt ihren Traum, so heißt es.

Die Doku beginnt mit einer Szene, die überrascht und zu einem sarkastischen Schmunzeln verleitet: Rodríguez nimmt die Zuschauer in ihrem Privatjet auf eine Reise nach Paris mit. Sie besucht das Atelier von "Jean Paul", um ein Kleid für Cannes auszusuchen. Doch Jean Paul Gaultier ist nicht da, er hätte heute Geburtstag. Eine Enttäuschung für die Protagonistin, aber auch eine raffinierte Art zu sagen: Für "Jean Paul" ist sie wohl nicht wichtig genug. Hätte etwa Madonna ein Kleid gesucht, dann wäre er wohl zugegen gewesen. Auch "Jean Paul" hat Prioritäten. Wenn dann der Künstler nicht da ist, ist wohl Rodríguez an der Reihe, auch gleich Änderungen an einem Haute-Couture-Modell vorzuschlagen, die ein Gaultier zu einem Georgina-Kleid demontieren.

Bescheidene Verhältnisse

Dabei soll es ihr anfangs gar nicht so leicht gefallen sein, sich an Ronaldos Luxusleben zu gewöhnen, stammt sie doch aus eher bescheidenen Verhältnissen. Es war ihr unangenehm, wenn er sie von ihrer Arbeit - im Gucci-Geschäft - mit dem Bugatti abholte. "Ich bin von einer Verkäuferin von Luxusartikeln dazu übergegangen, diese selbst auf dem roten Teppich zu tragen", sagt sie stolz. Man könnte glauben, dass diese Reality-Serie aus einer Aneinanderreihung von Instagram-Motiven entstanden ist: Luxuskleider, -schmuck, -häuser, -autos. Alles, was ihr Herz begehrt, alles was Schein ist, aber nicht Sein: Kein Wort wird darüber verloren, dass von den vier Kindern, die Rodríguez gemeinsam mit Nannies betreut, nur eines das gemeinsame mit Ronaldo ist. Beim aufmerksamen Zuseher entsteht der Eindruck, dass sie ihren Promi-Freund eigentlich nur im Urlaub sieht, sonst gehen sie getrennte Wege. Das zeigen auch die Interviews, die - vermutlich aufgrund Ronaldos Zeitplan - nur getrennt voneinander geführt werden. Es gibt kein einziges gemeinsames, nur wenige Küsschen. Schöne Worte gibt es viele, echte Gefühle sieht man nicht. Ronaldos Ruhm hat klarerweise seinen Preis, den Rodríguez mitträgt. Glücklich und zufrieden. Denn "Money makes the world go round!" Oder?