Das ist jetzt wirklich etwas Neues: Für die 94. Oscar-Verleihung haben die Organisatoren die Einführung eines Publikumspreises angekündigt. Die Filmfans können im Internet abstimmen. Außerdem dürften heuer erstmals seit 2018 wieder Moderatoren durch die Zeremonie führen. Laut Medienberichten sollen die Schauspielerinnen Amy Schumer, Regina Hall und Wanda Sykes die Show präsentieren.

Offiziell bestätigt wurden die Namen bisher nicht. Zuletzt gab es mit Jimmy Kimmel 2018 einen Gastgeber auf der Bühne. Danach musste die Verleihung der begehrten Statuetten ohne Präsentator auskommen.

Abstimmung im Web

Was den Publikumspreis betrifft, können Filmfans bis zum 3. März bis zu 20 Mal pro Tag auf der Plattform Twitter oder der Internetseite der Oscars über ihren Favoritenfilm abstimmen. In einer separaten Umfrage werden die Fans zudem aufgefordert, ihren liebsten "Filmjubel-Moment" zu wählen. Die fünf meistgewählten Szenen, bei denen das Publikum "nicht anders konnte, als in Jubelschreie auszubrechen", werden bei der Oscar-Verleihung gezeigt.

Bis dato haben die Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, wie die US-Filmakademie offiziell heißt, über die Vergabe der Preise in mehr als 20 Kategorien bestimmt. Die Organisatoren kämpfen allerdings gegen drastisch sinkende Publikumszahlen bei der Preisverleihung an. Bei der Zeremonie im vergangenen Jahr sahen nur noch rund zehn Millionen Menschen zu - weniger als die Hälfte der TV-Zuschauer von 2020.

Qualität kontra Unterhaltungswert

Kritiker führen die sinkende Relevanz der Preise unter anderem darauf zurück, dass Filme, die viele Zuschauer in die Kinos lockten, in den vergangenen Jahren bei den Akademie-Mitgliedern nicht gut weggekommen sind. Außerdem wurde den Verleihungen selbst mangelnder Unterhaltungswert attestiert.

Die 94. Oscars werden am 27. März in Los Angeles verliehen. Der düstere Western "The Power of the Dog" ist bei der diesjährigen Vergabe des nach wie vor wichtigsten Filmpreises der Welt der große Favorit mit zwölf Nominierungen. (apa)