Gleich drei Stars werden bei der diesjährigen Oscar-Gala am 27. März in Los Angeles als Gastgeber auf der Bühne stehen - und erstmals in der Geschichte der Academy Awards sind es drei Frauen. Die Schauspielerinnen Amy Schumer (40, "Dating Queen"), Regina Hall (51, "Girls Trip") und Wanda Sykes (57, "Bad Moms") werden am 27. März die 94. Academy Awards moderieren, wie die Filmakademie am Dienstag bekannt gab.

Sie hätten drei sehr dynamische und lustige Frauen gewinnen können, sagte Show-Produzent Will Packer in einer Mitteilung. Die Zuschauer könnten sich auf viele Überraschungen freuen. "Let's goooooooo!!!!!", schrieb Schumer auf Instagram. Sie freue sich darauf, mit diesen beiden "Legenden" aufzutreten.

Meistens wurden die Oscars von einem prominenten Gastgeber moderiert, doch ab 2019 fehlte erstmals seit Jahrzehnten ein "Host", der die Show lenkte. In den vergangenen drei Jahren gab es lediglich prominente Laudatoren, die die Gewinner verkündeten.

Bob Hope 19 Mal Gastgeber

In der langen Oscar-Geschichte stand der Komiker Bob Hope 19 Mal als Gastgeber auf der Bühne, Billy Crystal tat es neun Mal, Steve Martin drei Mal. Auch Jimmy Kimmel, Ellen DeGeneres, Chris Rock, Whoopi Goldberg oder John Stewart gaben früher den Ton an.

Die Organisatoren haben auch die Einführung eines Publikumspreises angekündigt, bei dem die Filmfans bis zum 3. März bis zu 20 Mal pro Tag auf der Plattform Twitter oder der Internetseite der Oscars über ihren Favoritenfilm abstimmen können. In einer separaten Umfrage werden die Fans zudem aufgefordert, ihren liebsten "Filmjubel-Moment" zu wählen. Die fünf meistgewählten Szenen, bei denen das Publikum "nicht anders konnte, als in Jubelschreie auszubrechen", werden bei der Oscar-Verleihung gezeigt.

Bis dato haben die Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, wie die US-Filmakademie offiziell heißt, über die Vergabe der Preise in mehr als 20 Kategorien bestimmt. Die Organisatoren kämpfen gegen drastisch sinkende Publikumszahlen bei der Preisverleihung an. Bei der Zeremonie im vergangenen Jahr sahen nur noch rund zehn Millionen Menschen zu - weniger als die Hälfte der TV-Zuschauer von 2020.

Sinkende Relevanz der Preise

Kritiker führen die sinkende Relevanz der Preise unter anderem darauf zurück, dass Filme, die viele Zuschauer in die Kinos lockten, in den vergangenen Jahren bei den Akademie-Mitgliedern nicht gut weggekommen sind. Außerdem wurde den Verleihungen selbst mangelnder Unterhaltungswert attestiert.

Mit zwölf Nominierungen ist der Film "The Power of the Dog" der diesjährige Oscarfavorit. Zehn Nominierungen erhielt das Science-Fiction-Epos "Dune" des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve. Auch Filme wie "West Side Story" und "Belfast" haben mehrere Gewinnchancen. (APA/dpa/Reuters/AFP)