Der französische Regisseur und Drehbuchautor Robert Guédiguian ist ein Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, das spürt man in jedem seiner Filme. So auch in "Gloria Mundi - Rückkehr nach Marseille": Dort freuen sich Mathilda (Anais Demoustier) und Nicolas (Robinson Stevenin) auf die Geburt ihrer Tochter Gloria, wissen jedoch nicht, wie sie den Nachwuchs finanziell über die Runden bringen sollen. Denn es fehlt an Geld. Dazu gesellt sich das Problem, dass Mathildas Vater Daniel (Gérard Meylan) in Kürze aus dem Gefängnis entlassen wird und Kontakt zu seinen Verwandten suchen will. Das bringt nur noch mehr Unruhe in die höchst angespannte Lage. Guédiguian stellt hier die finanziell prekäre Lage ins Zentrum fast aller seiner Szenen; das Geld regiert die Welt, und der Sozialromantiker betont diesen Umstand besonders. Trotzdem gibt er seinen Kampf für ein besseres Leben nicht auf und erzählt vor dem Hintergrund des vermögensschwachen französischen Südens rund um Marseille eine Geschichte von den sozialen Rändern, besetzt mit seinem Stamm-Ensemble. Zugleich ist "Gloria Mundi" im Werk Guédiguians ein Tritt auf der Stelle; so richtig emotional zünden will dieses solide Drama zudem nicht.