Studio 666. Der einstige Nirvana-Drummer und Foo-Fighters-Boss Dave Grohl ist bekennender Filmfan, der etwa schon in "Kings of Rock - Tenacious D" einen Auftritt als Satan hatte. Nur konsequent, dass die Foo Fighters, immerhin eine der populärsten Rockbands der Welt, nun einen eigenen Film, respektive eine eigene Horrorkomödie bekommen, in der sie sich selbst spielen. In BJ McDonnells "Studio 666" zieht die Band in eine leer stehende Villa in Kalifornien, um dort ihr neues Album aufzunehmen. Doch es kommt so, wie es im Horrorgenre immer kommen muss: Im Haus gibt es übernatürliche Kräfte, die schon bald das Leben der Band bedrohen - und damit auch das neue Album.

Der Mann, der seine Haut verkaufte. In dieser französisch-türkisch-tunesischen Koproduktion von Regisseur Kaouther Ben Hania geht es tatsächlich um einen Mann, der seine Haut verkauft - im wortwörtlichen Sinn. Der syrische Flüchtling Sam Ali (Yahya Mahayni) ist bereit, alles zu unternehmen, um zu seiner Ex-Verlobten nach Europa zu gelangen. Und so stellt er sich als lebende Leinwand für einen Künstler zur Verfügung, der auf seinen Rücken die Nachbildung eines Schengen-Visums tätowiert. Sam Ali muss sich damit regelmäßig in Kunst-Kontexten zur Schau zu stellen.

Aheds Knie. Ein israelischer Regisseur namens Y. möchte in der Negev-Wüste einen seiner Filme präsentieren - sieht sich aber alsbald mit der Zensur durch die heimischen Kulturbehörden konfrontiert. Der israelische Filmemacher Nadav Lapid gestaltet sein neues Werk als autobiografisch geprägte Anklage gegen die Kulturpolitik seines Landes, vermischt persönliche Schicksale wie den Tod der Mutter mit der Ablehnung des Krieges. Wirkliche Freiheit in dieser erstarrten Situation bietet allenfalls in Momenten die Natur. Vor zwei Jahren gewann Lapid mit "Synonymes" den Goldenen Bären der Berlinale. Für "Aheds Knie" heimste er im Vorjahr den Jurypreis in Cannes ein.