Angesichts stark steigender Corona-Fälle graut es so manchem bereits wieder vor einem entspannten Kinobesuch; dafür legen sich die Streaming-Anbieter Netflix, Amazon und Co. derzeit wieder besonders ins Zeug, um Couch Potatoes die Zeit zu vertreiben. Auf Disney+ gibt es ab sofort zum Beispiel mit "Im Dutzend noch billiger" ein Remake zum Familienhit von 2003 mit Steve Martin und Bonnie Hunt, die als Eltern mit zehn Kindern in Turbulenzen gerieten. Im Remake sind es nun Zach Braff und Gabrielle Union, die als Paul und Zoey Baker eine wahre Rasselbande aus früheren Ehen beaufsichtigen müssen.

Hochkarätig besetzt ist der ab 23. März ebenfalls auf Disney+ anlaufende Film "The Eyes of Tammy Faye", in dem es um das einstige TV-Imperium des Predigers Jim Bakkers (Andrew Garfield) und seiner singenden Ehefrau Tammy Faye (Jessica Chastain) geht, die in den 70ern und 80ern mit ihrer Botschaft von der bedingungslosen Liebe jedem ein Begriff waren. Die heile Welt bekam bald Kratzer und es war von Sexskandalen und Finanzproblemen die Rede. Das Biopic über Tamara Faye Messner (1942 bis 2007) wurde von Michael Showalter inszeniert, Hauptdarstellerin Jessica Chastain ist für die Rolle heuer oscarnominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin.

Ebenfalls auf Disney+ bekommt ab 25. März die "Ice Age"-Familie Nachwuchs: "Die Abenteuer von Buck Wild" bringt unter anderem ein Wiedersehen mit Faultier Sid (mit der deutschen Stimme von Otto).

Bei Netflix gibt es mit "Windfall" jetzt einen Psychokrimi zu sehen, in dem Jason Segel als Einbrecher in die Ferienvilla des Tech-Milliardärs (Jesse Plemons) einsteigt, dort aber von dem kurzurlaubenden Besitzer und dessen Frau (Lily Collins) überrascht wird und diese als Geisel nimmt. Das kann nicht gut gehen.

Apokalyptisch geht es in "Operation Schwarze Krabbe" zu, einer schwedischen Produktion von Adam Berg, ebenfalls neu auf Netflix. Darin tobt ein Krieg, der die Welt bereits fast vernichtet hat, sollte es sechs schwedischen Soldatinnen, darunter Noomi Rapace, nicht doch noch gelingen, das Ruder herumzureißen. Netflix ist für abenteuerliche Plots bekannt, die man angesichts der herrschenden Weltlage aber durchaus mit milder Gelassenheit betrachten muss.

Auch Amazon Prime Video darf dieser Tage Superlative bei seinen Eigenproduktionen ausrufen.

"Deep Water", ab sofort zu Streamen, erzählt von dem Ehepaar Victor Van Allen (Ben Affleck) und Melinda ("Bond-Girl" Ana de Armas), dessen Liebesleben sprichwörtlich erschlafft ist. Also einigt man sich, das sexuelle Glück auch außerhalb der eigenen Ehe zu suchen, was natürlich geradewegs ins Verderben führt! Bemerkenswert an dieser Produktion ist mehreres: Adrian Lyne ("9 ½ Wochen", "Eine verhängnisvolle Affäre") wagt sich mit 80 noch einmal an einen Erotik-Thriller. Das Drehbuch stammt von Sam Levinson, dem Autor der Hit-Serie "Euphoria" mit Zendaya. 23 Jahre nach Matt Damon in "Der talentierte Mr. Ripley" wagt sich nun auch sein bester Kumpel Ben Affleck als Protagonist in eine Patricia-Highsmith-Adaption. Und dann wurden Affleck und de Amras am Set zwischenzeitlich auch noch ein Paar (was sich schon wieder erledigt hat). Wenn das keine vortrefflichen Gründe sind, zur Fernbedienung zu greifen.