Hollywood-Star Will Smith wird nach dem Ohrfeigen-Eklat bei der diesjährigen Oscar-Gala für zehn Jahre von allen Oscar-Zeremonien ausgeschlossen. Das gab die Academy of Motion Picture Arts and Sciences am Freitag in Los Angeles bekannt. Der Schauspieler hatte bei der Oscar-Zeremonie Ende März auf der Bühne den Komiker Chris Rock geschlagen, nachdem dieser einen Witz über Smiths unter Haarausfall leidender Ehefrau Jada Pinkett Smith gemacht hatte.

Smith erklärte, dass er die Entscheidung der Filmakademie akzeptiere und respektiere. Schon in der Vorwoche trat er aus dem Gremium aus. Sein Verhalten bei der Preisverleihung sei "schockierend, schmerzhaft und unentschuldbar" gewesen, schrieb der Oscar-Preisträger in einer Mitteilung.

Er habe damit viele Menschen verletzt, darunter Chris Rock, dessen Familie, eigene Freunde und die Gäste bei der Oscar-Show, konstatierte Smith. Er habe das Vertrauen der Filmakademie missbraucht.

Der Akademie gehören mehr als 10.000 Filmschaffende an, darunter Schauspieler, Regisseure und Produzenten. Die meisten davon stimmen jedes Jahr über die Oscar-Gewinner ab. Dieses und andere Mitgliedsprivilegien stehen Smith nun nicht mehr zu. Nach langjähriger Academy-Tradition werden Oscar-Preisträger im Folgejahr zu der Gala eingeladen, um auf der Bühne Trophäen zu überreichen. Die zehnjährige Sperre für Smith verhindert dies nun. (dpa/apa)