Von der Null zum Helden aufzusteigen, "vom Zero zum Hero" - wer wollte das nicht? Der neunjährige Franz (Jossi Jantschitsch), ein Bub aus Wien, wünscht es sich von ganzem Herzen. Im juvenilen Kino-Abenteuer "Geschichten vom Franz", basierend auf der Kinderbuch-Reihe von Christine Nöstlinger, bremsen den Knaben gleich drei Eigenschaften auf dem Weg zum Lebensglück. Er ist der Kleinste der Klasse. Er wird wegen seiner feinen Gesichtszüge manchmal für ein Mädchen gehalten. Und, am schlimmsten: Wenn er aufgeregt ist, verschlägt es ihm die Sprache zu einem piepsigen Kauderwelsch. Dummerweise ist Franz oft aufgeregt.

Der Film (Buch: Sarah Wassermair; Regie: Johannes Schmid, Songs: Marco Wanda) führt den kleinen Protagonisten mit Herz, Humor und Sentiment durch einen Parcours voller hoher Hürden. Einerseits lebt Franz gut abgesichert im Schutz seiner besten Freunde Gabi und Eberhard sowie seiner zärtlichen Eltern (Ursula Strauss und Simon Schwarz). Andererseits fällt der Knabe auf die Sprüche eines dämlichen Influencers (Philipp Dornauer) herein, dessen Macho-Weisheiten - "ein echter Mann nimmt sich, was er will" - wie Wegweiser in den Abgrund wirken. Das Drama verhehlt nach bester Nöstlinger-Manier nicht, dass kindliche Konflikte ähnliche Wunden in die Seele schlagen können wie bei Erwachsenen. Doch der Film ist keine Tragödie: Wo Probleme lauern, ist auch deren Lösung nicht fern. Sehenswert.