Der Geschäftsmann Francis Bartek (Gérard Jugnot) hat es durch seinen Fleiß und harte Arbeit zu einem Vermögen gebracht. Dumm findet er, dass seine drei Kinder dieses Vermögen mit allen zur Verfügung stehenden Händen zum Fenster hinauswerfen. Sie sind faul und verschwenderisch und verstehen nichts von der mühsamen Welt der Knochenarbeit. Da hat Papa Francis eine Idee: Er gibt vor, sein gesamtes Vermögen verloren zu haben! Welch ein Graus für die Brut: Sie trifft es völlig unvorbereitet, dass bald das Undenkbare in ihrem Luxus-Leben passiert: Die Kinder von Monsieur Bartek müssen zum ersten Mal im Leben tatsächlich arbeiten gehen. Welch ein Frevel!

Normalerweise machen Amerikaner Remakes von französischen Komödien, hier stand Nicolas Cuche der mexikanische Film "Die Kinder des Señor Noble" (2013) Pate für sein französisches Remake. All das basiert - unter umgekehrten Vorzeichen - auf Buñuels "Der große Lebemann" (1949), in dem die Kinder dem Vater den Reichtum vorgaukeln. Cuches Version gibt sich jedenfalls als ordentlich inszeniert und handwerklich sauber, pointiert, aber ohne allzu viel Tiefgang: Nicht jeder französische Film will eine soziale Message haben. Manche, wie dieser, wollen bloß unterhalten.