Die USA sind voll von seltsamen Wettbewerben: Wer die meisten Burger in 300 Sekunden essen kann, ohne zu erbrechen, wer die schärfsten Chili-Schoten verträgt, ohne Feuer zu fangen, und so fort. Ein beliebtes Spiel ist auch: Wer es am längsten schafft, seine Handflächen auf einen nagelneuen Pick-up-Truck zu legen, der gewinnt das Fahrzeug. Ein beliebter Wettbewerb, der auch schon mal dramatisch geendet hat.

Genau von einem solchen dramatischen Finale erzählt "One of These Days" des deutschen Regisseus Bastian Günther, der in Texas lebt und die US-Gesellschaft genau kennt. Das zeigt sich darin, wie scheinbar mühelos er die unterschiedlichen Charaktere, die bei diesem Wettbewerb mitmachen, in seinem Film skizziert; es sind teils gescheiterte Gestalten, die für ein bisschen Ruhm weit gehen würden, oder: die diesen Pick-up wirklich dringend benötigen, ihn sich aber nicht leisten können. "One of These Days" ist darob eine kammerspielartige Studie über die ruralen Gebiete der Vereinigten Staaten, in denen Trump dereinst die frustrierten Seelen für sich gewinnen konnte. Nach diesem Film ist auch klar, wieso ihm das geglückt ist: Das Leben ist kein Wettbewerb, den man wiederholen kann. Es endet nur einmal.