Wenn jemand wie Elvis Presley als Thema zu einem Kinofilm auserwählt wird, dann nimmt man dafür lieber einen Regisseur vom Format eines Baz Luhrmann her. Der hat schon 2001 bewiesen, wie man großes Kino macht: "Moulin Rouge" eröffnete damals die Filmfestspiele von Cannes, und der rote Teppich bebte.

Das ist 2022 nicht viel anders, als die Crew und der Cast des Biopics "Elvis" am Mittwoch Abend auf dem roten Teppich von Cannes zu den Klängen von "Jailhouse Rock" einliefen. Der Film, der den Seriendarsteller Austin Butler in der Rolle von Elvis Presley zeigt, zog zahllose Prominente an: Auf dem Premierenparkett waren unter anderem Tom Hanks (er spielt Elvis‘ Manager), Sängerin Shakira, Sänger Ricky Martin (mit seinem Ehemann Jwan Yosef), die Song-Contest-Gewinner Maneskin, Popstar Kylie Minogue oder Elvis-Witwe Priscilla Presley zugegen. Und das unter dem Gekreische unzähliger Fans.

Regisseur Baz Luhrmann hatte in Cannes auch Elivs-Witwe Priscilla Presley zur Premiere mitgebracht. 
- © Katharina Sartena

Regisseur Baz Luhrmann hatte in Cannes auch Elivs-Witwe Priscilla Presley zur Premiere mitgebracht.

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Musiker-Biografien haben in Cannes schon Tradition: Erst gestern wurde mit "Moonage Daydream" eine Doku über David Bowie und seine Songs gezeigt. Ein paar Jahre davor lief hier ein Film über die verstorbene Amy Winehouse. Und 2019 hatte Elton John anlässlich der Vorführung des Biopics "Rocketman" die Stufen des Palais des Festivals in Cannes erklommen.

Die italienische Band "Maneskin" kam zur "Elvis"-Premiere. 
- © Katharina Sartena

Die italienische Band "Maneskin" kam zur "Elvis"-Premiere.

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Drei Jahre später folgt eine weitere Musiklegende: Der King. Es ist ein Film der Superlativen, der den Aufstieg von Elvis Presley nachzeichnet und dabei nicht mit bildgewaltigen Einstellungen geizt.  Elvis ist bei seinem ersten Auftritt noch nicht der King und wird belächelt. Aber von den ersten Konzerten an elektrisieren seine Energie und der erotische Hüftschwung das junge Publikum. Die Frauen geraten in Panik, die Puritaner sind beleidigt. Elvis ist der Musiker, der in Baz Luhrmanns Film das konservative Amerika aufrüttelt. Der Film zieht sein Konzept bis zum Ende durch: Eine Mega-Show mit dem King und seinen besten Songs.

Auch Popstar Kylie Minogue wollte den Film sehen. 
- © Katharina Sartena

Auch Popstar Kylie Minogue wollte den Film sehen.

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"Ich war immer schon ein unglaublich großer Elvis-Fan", gibt Baz Luhrmann zu. "Aber das ist vermutlich nicht der Grund, warum ich ein Biopic über ihn gedreht habe. In dieser modernen Zeit könnte das Leben von Elvis Presley keine bessere Projektionsfläche sein, um das Amerika der 50er, 60er und 70er Jahre zu erkunden. Es ist ein mythisches Leben, das Elvis Presley führte. Das hat mich angezogen", so Luhrmann. "Und daraus wollte ich einen Film machen, der Elvis auch einem jungen Publikum näherbringt".

Sängerin Shakira zeigte sich mit glatten Haaren. 
- © Katharina Sartena

Sängerin Shakira zeigte sich mit glatten Haaren.

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"Elvis" startet am 24. Juni in den österreichischen Kinos.