Mit einem wahren Preisregen endete die Verleihung des Österreichischen Filmpreises 2022 im niederösterreichischen Grafenegg: Insgesamt acht Auszeichnungen konnte "Große Freiheit" von Sebastian Meise einheimsen. Das Drama, das schon bei der Diagonale in Graz den Hauptpreis gewonnen hatte, wurde nicht nur als bester Spielfilm und für die beste Regie prämiert: Auch Georg Friedrich durfte sich über den Preis als bester Hauptdarsteller freuen, Thomas Prenn wurde als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Des Weiteren gab es für "Große Freiheit" die Preise für das beste Drehbuch (Meise und Thomas Reider), die beste Kamera (Crystel Fournier), den besten Schnitt (Joana Scrinzi) und die beste Maske.

Preis für Maria Hofstätter

Zusammen mit Arman T. Riahis "Fuchs im Bau" war "Große Freiheit" am häufigsten nominiert gewesen. "Fuchs im Bau" kam auf insgesamt drei Auszeichnungen: Maria Hofstätter wurde als beste Hauptdarstellerin geehrt, weitere Preise bekam der Film für die beste Musik von Karwan Marouf sowie für die beste Tongestaltung. Als bester heimischer Dokumentarfilm ging "Aufzeichnungen aus der Unterwelt" von Tizza Covi und Rainer Frimmel vom Feld. Den Preis für das beste Szenenbild gewann Stefan Ruzowitzkys "Hinterland", das beste Kostümbild schuf Tanja Hauser für "Schachnovelle".

Der Österreichische Filmpreis wird von den Mitgliedern der Österreichischen Filmakademie gewählt, der Preis gilt als heimisches Äquivalent zu Filmpreisen wie dem Oscar oder dem César. Jedoch gibt es bei dem Branchen-Preis auch die Kategorie, in der der publikumsstärkste Film ausgezeichnet wird: Das ist in diesem Jahr "Rotzbub - Willkommen in Siegheilkirchen", der Animationsfilm, der als Hommage an Manfred Deix bislang rund 97.000 Besucher in die Kinos lockte.